Scheiße geparkt: Warum habe ich nie eine Bombe, wenn ich sie brauche?

Es gibt Dinge im Straßenverkehr, die bringen mich zur Weißglut. Frech geparkt auf einem Behinderten-Parkplatz, zum Beispiel. Oder scheiße geparkt neben mir.

Scheiße geparkt

Natürlich habe ich auch schon scheiße geparkt. Davon kann sich sicher keiner freisprechen. Trotzdem muss ich mich manchmal wundern, mit welcher Ignoranz manche Menschen durchs Leben gehen. Als würden keine anderen Menschen existieren. Gut, vielleicht sind sie sich bewusst, dass sie existieren, aber es interessiert sie einfach nicht. Manchmal wünschte ich, das könne ich auch. Wahrscheinlich geht man ignorant gelassener durchs Leben. Kann ich aber schlecht. Deswegen überkommt mich schon mal der Wunsch, das Auto in die Luft zu jagen, das scheiße geparkt ist. Kein besonders frommer Wunsch, gebe ich zu, aber ein äußerst verständlicher.

Es ist ja nicht so, als ob ich jeden Tag Massen an Zeit habe. Aber offensichtlich scheinen andere Menschen genau das zu denken. Oder sie sind der Meinung, ein bisschen Bewegung könnte mir gut tun. Dann sollte ich vielleicht dankbar sein, dass ich die Möglichkeit habe, zu Fuß nach Hause zu gehen. Vielleicht verschaffen sie mir auch eine erzwungene Ruhepause von der Alltagshektik, indem sie mich zwingen, im nächsten Café einen Kaffee zu trinken. Dort kann ich dann gelassen warten, bis ich wieder in mein Auto einsteigen kann. Oder ich bleibe bei Plan A und sprenge diese verdammte Kiste einfach in die Luft. Scheiße geparkt? Pech gehabt!

Selbstverständlich mache ich das nicht. Jedoch der Gedanke daran ist schön. Das muss ich zugeben. Kann bestimmt der ein oder andere nachvollziehen. Solange man (ich) diesen Gefühlen nur in Gedanken nachgehe. Scheiße geparkt rechtfertigt halt nicht scheiße reagieren. Wenn das jedem klar wäre, gäbe es eventuell ein paar verbale oder körperliche Auseinandersetzungen weniger. Obwohl trotzdem der Wunsch schon mal stark ist, meine salbungsvollen Erkenntnisse diesbezüglich zu ignorieren. Kann sicher jeder nachvollziehen, der ebenfalls schon mal mit jemanden zu tun hatte, der scheiße geparkt hat.

Übrigens, eine Haftnotiz ist eine weitaus friedlichere Lösung, seinen Ärger hinunterzuspülen. Und das hat auch nicht solche Nachwehen.

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