Die Kunst, Arbeit zu bewältigen ohne durchzudrehen

Die Woche auf der Arbeit war knackig. Zwei Tage Systemausfall haben mir einen Berg unerledigte Vorgänge auf den Schreibtisch gespült. Also, nichts wie ran.

Arbeit

An manchen Tagen fühle ich mich auf der Arbeit wie ein Krake. Ein Datenkrake. Dann hätte ich gerne drei Bildschirme und sechs Hände. Drei Köpfe wären natürlich auch nicht schlecht. Was nützen mir die ganzen Hände, wenn ich nur mit einem Kopf denken kann? Von wegen Multitasking. Es ist längst bewiesen, dass sich auch Frauen besser nur auf eine Aufgabe konzentrieren sollen. Die Ergebnisse sind dann einfach besser. Deswegen versuche ich, immer nur eine Sache nach der anderen zu machen. Dafür dann aber vernünftig und endgültig abgeschlossen. Auf der Arbeit zeigt das definitiv Erfolg. Jedoch gibt es Tage, an denen ich mich schon ordentlich dazu zwingen muss, nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen.

An solchen Tagen ist alles ein bisschen zu viel. Zu viel Stress, zu viel Anforderungen, zu viel Arbeit. Hier heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Einfach gesagt. Auf jeden Fall, wenn man so ein nervöses Hemd ist wie ich. Klar, jeder hat gerne einen leeren Schreibtisch. Es wäre schön, wenn die einzelnen Aufgaben der Reihe nach kommen und sich keine vordrängelt. Leider funktioniert das auf der Arbeit nicht ganz so gut. Wenn dann noch unvorhergesehene Ereignisse eintreten – wie ein Computercrash – hat man zwar ein paar sehr entspannte Stunden, das aber auch nur, wenn man den Blick auf den sich ständig anhäufenden Stapel an Arbeit konsequent ignoriert. Leider läuft der Stapel zwischendurch nicht weg. Meiner hat es jedenfalls nicht getan.

Die einfachste Art, mit der ganzen Arbeit umzugehen, ist, eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen. Das ist nicht nur kräfte-, sondern auch nervenschonender. Deswegen habe ich mich durchgewühlt. Ich habe alle Aufgaben sortiert und ihrer Dringlichkeit nacheinander erledigt. Wenn es nötig gewesen wäre, hätte ich auch noch die ein oder andere Überstunde drangehangen. Es war mir wichtig, die Arbeit an selben Tag noch zu erledigen und sie nicht über das Wochenende mitzuziehen. Denn montags kommen neue Aufgaben, die erledigt werden wollen. Also sollte man die Altlasten so schnell wie möglich abwerfen. Deswegen war beim Feierabend der Stapel auf der rechten Seite verschwunden und ich konnte stolz auf den erledigten blicken. Organisation ist halt alles, nicht nur auf der Arbeit.

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