Das Zuviel an Ideen – wirklich der Jackpot?

Beim Plot entscheidet sich, ob deine Geschichte etwas taugt. Hier siehst du, ob deine Idee vielleicht zu dünn war, um ein ganzes Buch zu füllen. Was aber, wenn du zu viele Ideen hast? Wird es dann wirklich einfacher? Ich habe festgestellt, dass das Zuviel an Ideen genauso viele Probleme aufwirft wie ihr Fehlen.

Das Zuviel an Ideen

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Mein neues Werk Tulpenfrieden ist im Korrektorat. Zeit, mir Gedanken über das nächste zu machen. Obwohl das so nicht stimmt. Ich weiß schon sehr viel über meine neue Geschichte. Im letzten Jahr habe ich mir immer wieder Notizen zum Plot gemacht. So habe ich nun ein wildes Sammelsurium von Textschnipseln, Charakterbeschreibungen, mehrere Stufendiagramme und Exposés in verschieden Ausfertigungen. Vielleicht drängt sich jetzt die Frage auf: Wozu braucht die Frau mehr als ein Exposé? Für eine Geschichte reicht schließlich eins. Da stimme ich hundertprozentig zu. Leider habe ich jetzt so viele Varianten einer Geschichte, dass ich selbst fast nicht mehr durchblicke.

Das Zuviel bremst mich aus

Eine offensichtliche Antwort drängt sich jetzt bestimmt auf: Pick dir doch einfach die Ideen heraus, die dir am besten gefallen. Das würde ich auch liebend gerne tun. Die Sache hat nur einen Haken. Ich habe festgestellt, dass jedes Exposé für sich nicht die komplette Handlung tragen kann. Über Ideen, die in Plotlöchern verschwinden, habe ich bereits etwas geschrieben. Jetzt stehe ich vor dem interessanten Problem, sehr viele Ideen zu haben, die einzeln nicht richtig zu gebrauchen sind. Daher muss ich versuchen, sie weiter und übergreifender auszubauen. Was sich sehr einfach anhört, beschäftigt mich allerdings schon seit ein paar Tagen.

Wie kann sowas passieren?

Gute Frage. Ich glaube, es liegt daran, dass die Ideen bereits zu sehr ausgearbeitet sind. Ich habe mir keinen Raum mehr gelassen, sie zu erweitern. Sie haben einen Anfang, einen Mittelteil und bereits einen Schluss. Strenggenommen sind sie also gar keine Ideen mehr, sondern bereits Konzepte. Leider äußerst dünne Konzepte, wie ich nun leidvoll feststellen muss. Daher habe ich einen radikalen Entschluss gefasst. Ich lege meine Notizen – und dabei auch meine Ideen – beiseite und fange wieder bei null an. Das heißt natürlich nicht, dass ich sie nicht nochmal aufgreife. Aber erst, wenn ich einen Plot habe, der stimmig ist. Vielleicht lässt sich dann die ein oder andere Idee wieder einbauen.

Was machst du mit deinen Ideen? Schaffen sie es immer in deine Geschichten?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.